Spielepädagogik

Warum ist Spielen wichtig (ZIELE)

  • Gemeinschaftsgefühl herstellen
  • (gemeinsam) etwas erleben
  • Kommunikation und Interaktion
  • sich und andere kennen lernen
  • Phantasie & Kreativität fördern
  • Integration von „Außenseitern“
  • Zeit sinnvoll “totschlagen”
  • Spaß und Freude vermitteln und erleben
  • gewinnen und verlieren lernen
  • Entspannung und Spannung
  • Sozialverhalten lernen
  • Motorik schulen
  • Action
  • eigene und fremde Stärken und Schwächen erkennen
  • Energie / Gruppe “in Wallung” bringen
  • Zusammenhalt symbolisieren
  • lernen, sich an Regeln halten
  • Gruppe aufmerksam machen
  • Gruppe beruhigen / müde machen

Zehn Gebote für gute Spielleiter

  • Spiele selber gern, viel und habe Mut bei der Veränderung von Spielregeln, denn sie sind nur zur Orientierung da.
  • Spiele mit den Worten: Nichts ist unmöglich!!!
  • Spiele, wenn es möglich ist, immer mit. Es ist nicht gerade motivierend für die Spieler, wenn sie den Leiter gähnend auf der anderen Seite des Raumes wiederentdecken.
  • Sei Dir der Spielregeln 100% sicher und habe alle Materialien bereit, lies die Anleitung lieber 3 x anstatt sie während der Einführung vorzulesen! Besser noch: spiele jedes Spiel probeweise einmal durch, um nach Schwachpunkten zu suchen, die noch verbessert werden müssen.
  • Schaffe eine vertrauensvolle und den Spielen angepasste Atmosphäre. Erhelle oder verdunkelte Räume, entsprechende Musik oder Effekte, Gerüche… lassen eine Stimmung aufkommen, die für manche Spiele unerlässlich ist.
  • In der Planung stimme die Spiele auf die Gruppe ab, nicht die Gruppe auf die Spiele. Beachte das Alter, die Anzahl, aber auch die Vorlieben, Hobbys,… deiner Teilnehmer. Sind sie eher schwer zu bändigen oder gar nicht aus dem Tiefschlaf herauszuholen???
  • Handele spontan, aber sicher auf Spielverweigerung und Spielunlust. Dies sind oft Unsicherheiten der Spieler. Biete ihnen an, die ersten Runden zuzusehen und später einzusteigen, um ihnen die Angst zu nehmen.
  • Lasse Dir dabei trotz allem nicht die Fäden aus der Hand nehmen. DU bist Spielleiter, auch wenn die Teilnehmer “das Spiel gaaaaaanz anders” kennen. Lege dann lieber eine zweite, zusätzliche Runde mit den anderen Regeln ein.
  • Erkläre das Spiel möglichst kurz, aber präzise. Spiele lieber eine Proberunde oder einzelne Vorgänge in Zeitlupe vor, als “zuerst müsst ihr… danach kommt dann… und am Schluss… “
  • Baue Spannung auf, verpacke die Spielregeln (oder besser noch: mehrere Spiele) in eine Geschichte. Bleibe aber niemals im Stuhlkreis sitzen und “so, wir machen jetzt ´n Spiel…”…

Spielkategorien

… gibt es viele und in jedem Buch werden Spiele anders sortiert… Ich finde, sechs Sparten reichen aus, um einigermaßen sinnvoll Spiele zu ordnen:

  • Kennenlernspiele
  • Actionspiele
  • Wahrnehmungsspiele
  • Kooperative Spiele
  • Darstellungsspiele
  • Vertrauensspiele
  • Sprachspiele
  • Denkspiele

Übersicht

In der folgenden Tabelle versuche ich einen kleinen Überblick zu geben, wie diese Spiele sinnvoll eingesetzt werden können. Dazu arbeite ich mit vier Schlagwörtern:

WANN In welcher Phase der Gruppe sind diese Spiele angebracht?
WIE muss ich als Spielleiter in das Geschehen eingreifen. Gibt es bei dieser Spielkategorie etwas Besonderes zu beachten???
WARUM Welche Ziele erreiche ich mit diesem Spiel???
WO spielt man das am Besten?